Agile Methoden erklärt: Scrum, Kanban, Hybrid & Lean
Agiles Projektmanagement ist kein einzelnes Framework, sondern eine Sammlung von Methoden, Praktiken und Haltungen. In der Praxis dominieren wenige zentrale Ansätze:
Allen voran Scrum, Kanban, Lean und hybride Kombinationen mit klassischem Projektmanagement.
X SIEBEN verbindet diese Methoden mit anerkannten Zertifizierungswegen wie IPMA®/pma, GPM, spm–VZPM, Scrum.org und ISO 17024 / TÜV – vom Einsteiger:innenseminar bis zum mehrmoduligen Lehrgang.
Scrum – das meistverbreitete agile Framework
Scrum ist ein leichtgewichtiges, gleichzeitig sehr klares Rahmenwerk für die Entwicklung komplexer Produkte. Es definiert Rollen (Product Owner, Scrum Master, Entwicklungsteam), Ereignisse (Sprints, Planning, Daily Scrum, Review, Retrospektive) und Artefakte (Product Backlog, Sprint Backlog, Increment).
Typische Einsatzbereiche sind Softwareentwicklung, digitale Produkte, Service-Design – aber auch fachliche Projekte in Marketing, HR, Transformation und Organisationsentwicklung.
Einen eigenen Überblick über Scrum-Zertifizierungen im DACH-Raum finden Sie hier:
Scrum PSM & PSPO – DACH & Südtirol.
Scrum-Angebote bei X SIEBEN
- Professional Scrum Master & Product Owner – ISO 17024 · TÜV
- Agiles digitales Projektmanagement – Scrum.org (PSM I / PSPO I)
Kanban – Fluss, Transparenz & Work-in-Progress-Limits
Kanban bedeutet „Signalkarte“ und fokussiert auf den Fluss der Arbeit. Aufgaben werden im Kanban-Board visualisiert, typischerweise mit Spalten wie „To Do“, „In Arbeit“, „Fertig“. Durch WIP-Limits (Work in Progress) wird Mehrfachbelastung reduziert, Engpässe werden sichtbar.
Kanban eignet sich besonders für Teams mit laufenden Aufgabenströmen: Support, Betrieb, Service, Marketing-Kampagnen, interne Services – und als Ergänzung zu Scrum.
Lean & kontinuierliche Verbesserung
Lean stammt ursprünglich aus der Produktion (z. B. Toyota Production System) und zielt auf die Reduktion von Verschwendung, stabile Prozesse und kontinuierliche Verbesserung (Kaizen). Viele agile Praktiken sind von Lean-Prinzipien beeinflusst:
- Wertstromorientierung (Value Stream).
- Pull-Prinzip statt Überproduktion.
- Fehlerkultur und Lernen im Team.
Hybrides Projektmanagement – das Beste aus beiden Welten
In vielen Organisationen zeigt sich: Weder „nur agil“ noch „nur klassisch“ deckt die Realität vollständig ab. Hybride Ansätze kombinieren daher:
- klassische Projektauftragsklärung, Business Case, Budget- und Risikomanagement,
- mit agilen Methoden in den Umsetzungs-Teams (z. B. Scrum, Kanban).
Insbesondere die folgenden Lehrgänge von X SIEBEN bilden hybride Kompetenzprofile ab:
- Agiles digitales Projektmanagement – IPMA® (Best-of-Lehrgang)
- Digital Project Manager – IPMA® / pma
- Agiles & Digitales Projektmanagement – IPMA® / GPM
- Agiles & Digitales Projektmanagement – IPMA® / spm VZPM
Welche Methode passt zu Ihrem Team?
- Scrum, wenn es um komplexe Entwicklungs- oder Produktprojekte geht, in denen regelmäßig
neue Funktionalität ausgeliefert wird. - Kanban, wenn viele Aufgaben parallel anfallen und Transparenz & Fluss im Vordergrund stehen.
- Hybrid, wenn Governance, Budget und Reporting klassisch bleiben, Teams aber agil arbeiten sollen.
Nächste Schritte
Wenn Sie herausfinden möchten, welche Methode für Ihr Team oder Ihre Organisation am besten geeignet ist, unterstützen wir Sie gerne mit einem passenden Lehrgang oder einem Inhouse-Konzept.
Nutzen Sie dazu einfach unser Kontaktformular oder werfen Sie einen Blick auf die Übersicht zu Projektmanagement-Zertifizierungen im DACH-Raum.