Projektmanagement-Zertifizierungen im Vergleich

Was ist der Unterschied zwischen IPMA®, PMI und PRINCE2®?

Alle drei Ansätze verfolgen das Ziel, professionelles Projektmanagement zu stärken, setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte: IPMA® fokussiert auf die Kompetenzen von Personen, PMI auf Wissensgebiete und Standards und PRINCE2® auf eine konkrete Projektmanagement-Methode.

Im DACH-Raum spielen insbesondere IPMA® sowie die nationalen Organisationen pma, GPM und spm beziehungsweise VZPM eine wichtige Rolle.

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Hinweis:
IPMA®, PMI und PRINCE2® zählen zu den wichtigsten internationalen Bezugssystemen im Projektmanagement. Sie setzen unterschiedliche Schwerpunkte – von Kompetenz- und Rollenmodellen bis zu wissens-, prozess- und methodenorientierten Vorgehensweisen.

Diese Seite bietet eine praxisnahe Orientierung mit besonderem Fokus auf den DACH-Raum und Südtirol.

Kurzüberblick: IPMA®, PMI und PRINCE2® auf einen Blick

Obwohl sie häufig in einem Atemzug genannt werden, sind IPMA®, PMI und PRINCE2® nicht dasselbe. Vereinfacht gesprochen:

  • IPMA®:
    Kompetenzbasierter Ansatz mit Fokus auf Fähigkeiten, Erfahrung und Verhalten von Projektleiter:innen auf Grundlage der International Competence Baseline.
  • PMI:
    Internationaler Standard und Zertifizierungsanbieter mit Fokus auf Projektmanagementwissen, Prinzipien und Vorgehensweisen,
    beispielsweise im Rahmen des PMBOK® Guide sowie der PMP®- und CAPM®-Zertifizierungen.
  • PRINCE2®:
    Projektmanagement-Methode beziehungsweise Framework mit konkreten Prinzipien, Prozessen, Rollen und Managementprodukten.

In der Praxis schließen sich diese Ansätze nicht gegenseitig aus. Sie können sich insbesondere in Organisationen ergänzen, die internationale
Projektanforderungen mit regionalen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen verbinden.

Wie treffen Sie die richtige Entscheidung?

Entscheidend ist nicht, welcher Ansatz allgemein als „der beste“ gilt, sondern welcher zu Ihrer beruflichen Situation und Ihrem Projektumfeld passt. Prüfen Sie insbesondere drei Faktoren:

  • Karriereziel:
    Möchten Sie Kompetenzen nachweisen, international anschlussfähig sein oder eine konkrete Methode beherrschen?
  • Region und Branche:
    Welche Zertifizierungen und Standards werden in Ihrem beruflichen Umfeld tatsächlich nachgefragt?
  • Erfahrung und Rolle:
    Stehen Sie am Beginn Ihrer Projektmanagement-Laufbahn oder verfügen Sie bereits über Verantwortung für komplexe Projekte?

Für Interessierte im DACH-Raum lautet die nächste Frage häufig:

Welches IPMA®-Level passt zu meiner Erfahrung?

Welche Projektmanagement-Zertifizierung passt zu mir?

Viele Interessent:innen suchen nicht nach dem vermeintlich besten Standard, sondern nach der Zertifizierung, die am besten zur eigenen Karriereplanung, Branche, Projekterfahrung und Region passt.

Die folgende Übersicht bietet eine erste Orientierung:

Situation Mögliche Orientierung Warum?
Projektmanagement im DACH-Raum und Südtirol IPMA® / pma / GPM / spm-VZPM Regional verankerte Kompetenzmodelle und Zertifizierungswege
in Österreich, Deutschland und der Schweiz.
Berufseinstieg ins Projektmanagement IPMA® Level D oder CAPM® Geeignet, um Projektmanagementwissen beziehungsweise
erste Projektmanagement-Kompetenzen nachzuweisen.
Erfahrene Projektleiter:innen IPMA® Level C oder PMP® IPMA® bewertet rollenbezogene Kompetenzen und Projekterfahrung;
PMP® ist insbesondere in internationalen Unternehmensumfeldern bekannt.
Internationale Konzernkarriere PMI / PMP® Hohe internationale Bekanntheit, insbesondere in global tätigen Organisationen.
Organisationen mit klaren Prozessvorgaben PRINCE2® Klare Prinzipien, Rollen, Prozesse und Steuerungsmechanismen
für strukturierte Projektumfelder.
Langfristige Karriereentwicklung Kombination verschiedener Ansätze Kann Kompetenznachweis, internationale Anschlussfähigkeit
und methodische Prozesssicherheit miteinander verbinden.

Für viele Projektleiter:innen im DACH-Raum stellt IPMA® über pma, GPM oder spm beziehungsweise VZPM einen naheliegenden Zertifizierungsweg dar. PMI oder PRINCE2® können abhängig von Branche, Karriereweg und Organisationsumfeld eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung sein.

Vor- und Nachteile von IPMA®, PMI und PRINCE2®

Alle drei Ansätze haben ihre Berechtigung. Die Unterschiede liegen vor allem darin, ob Sie ein rollenbezogenes Kompetenzmodell, einen international bekannten Wissens- und Zertifizierungsstandard oder eine konkrete Projektmanagement-Methode suchen.

Ansatz Vorteile Mögliche Grenzen
IPMA® Kompetenzmodell, Level D bis A, starke Praxis-,
Rollen- und Erfahrungsorientierung.
Je nach Land und Organisation kann ein anderer
internationaler Zertifizierungsstandard stärker nachgefragt werden.
PMI / PMP® Hohe internationale Bekanntheit, insbesondere in
globalen Konzernen und internationalen Projektumfeldern.
Die regionale Nachfrage und Bedeutung kann je nach
Branche und Arbeitgeber unterschiedlich ausfallen.
PRINCE2® Klar beschriebene Methode mit Prinzipien,
Prozessen, Rollen und Managementprodukten.
Der Fokus liegt auf der Anwendung einer Methode
und nicht auf einem umfassenden rollenbezogenen Kompetenzmodell.

Kurz zusammengefasst:

IPMA® fokussiert auf Kompetenzen und Projektleitungspraxis, PMI auf international anschlussfähiges Projektmanagementwissen und Zertifizierungen und PRINCE2® auf eine klar definierte Methode.

IPMA® im DACH-Raum: pma, GPM und spm / VZPM

IPMA® ist ein internationaler Dachverband mit nationalen Mitgliedsorganisationen. Im DACH-Raum sind insbesondere folgende Organisationen relevant:

  • pma – Projekt Management Austria in Österreich
  • GPM – Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement in Deutschland
  • spm beziehungsweise VZPM in der Schweiz

Zertifiziert wird auf den Levels A bis D. Die jeweils passende Zertifizierung richtet sich unter anderem nach Rolle, Verantwortung, Projekterfahrung und Komplexität der geleiteten Projekte.


IPMA®-Zertifizierungen: Levels, Anforderungen und direkte Links →

PMI und PRINCE2®: Internationale Ansätze mit anderem Fokus

PMI – Project Management Institute

Das Project Management Institute ist international tätig und insbesondere in Nordamerika sowie in globalen Unternehmensumfeldern bekannt. Zu den bekannten Zertifizierungen zählen PMP® – Project Management Professional und CAPM®. Eine wichtige Wissensgrundlage bildet der PMBOK® Guide.

PRINCE2® – prozessorientierte Projektmanagement-Methode

PRINCE2® ist eine konkret beschriebene Projektmanagement-Methode, die ursprünglich für den britischen öffentlichen Sektor entwickelt wurde
und heute international eingesetzt wird. Im Fokus stehen Prinzipien, Rollen, Prozesse, Praktiken und definierte Managementprodukte.

Wer PRINCE2® gezielt für praxisorientierte IT- oder Organisationsprojekte kennenlernen möchte, findet bei X SIEBEN ein kompaktes Training:


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Während IPMA® primär auf die Person, ihre Rolle und ihre Kompetenzen blickt, setzen PMI und PRINCE2® andere Schwerpunkte:
PMI auf Wissen, Standards und Zertifizierungen, PRINCE2® auf die strukturierte Anwendung einer Projektmanagement-Methode.

Welcher Ansatz passt zu wem – und speziell im DACH-Raum?

Welcher Weg für Sie sinnvoll ist, hängt insbesondere von Karriereplanung, Projekterfahrung, Branche, Organisation und Region ab:

  • DACH-Raum und Südtirol:
    IPMA®-basierte Zertifizierungen über pma, GPM oder spm beziehungsweise VZPM sind in zahlreichen Branchen und Organisationen etabliert.
  • International tätige Projektleiter:innen:
    Je nach Arbeitgeber und Zielmarkt kann eine IPMA®- oder PMI-Zertifizierung beziehungsweise eine Kombination verschiedener Kompetenzen und Methoden sinnvoll sein.
  • Organisationen mit klaren Prozessvorgaben:
    PRINCE2® kann als Methode eingesetzt und mit einer rollenbezogenen Personenzertifizierung kombiniert werden.

Ihr nächster Orientierungsschritt

IPMA® passt zu Ihrem Ziel – wie geht es jetzt weiter?

Sobald Sie sich grundsätzlich für den IPMA®-Weg entschieden haben, sollten Sie nicht sofort irgendeinen Kurs auswählen. Klären Sie zunächst, welches Level Ihrer Erfahrung entspricht, welcher Abschluss für Ihr Ziel relevant ist und welcher Aufwand einschließlich Zertifizierungskosten auf Sie zukommt.

  1. Passendes IPMA®-Level bestimmen
  2. Abschlussarten und Zertifizierungen einordnen
  3. IPMA®-Kosten und mögliche Aufwände vergleichen
  4. Passende Prüfungsvorbereitung auswählen

Wie X SIEBEN Sie unterstützt

X SIEBEN unterstützt Fach- und Führungskräfte sowie Unternehmen bei der Entwicklung fundierter Projektmanagement-Kompetenzen und bei der Vorbereitung auf IPMA®-Zertifizierungen im DACH-Raum.

Im Zentrum stehen:

  • Lehrgänge und Seminare, die sich an den IPMA®-Kompetenzelementen der ICB orientieren
  • Vorbereitung auf Zertifizierungen über pma, GPM sowie spm beziehungsweise VZPM
  • Unterstützung für die Levels D, C und B sowie individuelle Zertifizierungscoachings
  • Praxisorientierte Kompetenzentwicklung für Einzelpersonen, Teams und Unternehmen

Orientierung mit Erfahrung

Projektmanagement-Kompetenz mit anerkannten Partnern

X SIEBEN ist pma/IPMA® Ausbildungskooperationspartner und begleitet Teilnehmer:innen praxisorientiert auf dem Weg zu ihrer
Projektmanagement- und IPMA®-Zertifizierung.

Zusätzlich wurde X SIEBEN im Bereich IT-Projektmanagement vom Fachmagazin CHIP als einer der besten IT-Weiterbildungsanbieter ausgezeichnet.

Weiterführende Orientierung zu IPMA® und Projektmanagement

Persönliche Orientierung

Sie möchten nicht irgendeine Zertifizierung wählen, sondern diejenige,
die zu Ihrer beruflichen Situation passt?

Gerne klären wir mit Ihnen, ob IPMA®, PMI oder PRINCE2® für Ihre Ziele sinnvoll ist, welches IPMA®-Level zu Ihrer Erfahrung passt und welche Vorbereitung Sie tatsächlich benötigen.


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