Hinweis: In diesem Leitfaden vergleichen wir die wichtigsten Scrum-Zertifizierungen wie PSM I, PSPO I, TÜV-Personenzertifizierungen und PMI-ACP – mit Fokus auf Zielgruppe, Prüfungsmodell, Praxisnutzen, Gültigkeit und typische Einsatzfelder im DACH-Raum.

Scrum-Zertifizierungen im Vergleich – PSM, PSPO, TÜV & PMI-ACP

Scrum hat sich als verbreitetes Framework im agilen Projekt- und Produktumfeld etabliert. Entsprechend groß ist die Auswahl an Zertifikaten, Lehrgängen und Abschlussformen. Für Fachkräfte, Führungskräfte und Unternehmen stellt sich daher schnell die Frage:

Welche Scrum-Zertifizierung passt zu meiner Rolle, meinem beruflichen Ziel und meinem gewünschten Kompetenznachweis?

Eine pauschal „beste“ Zertifizierung gibt es nicht. PSM I, PSPO I, eine Personenzertifizierung über eine unabhängige Zertifizierungsstelle und PMI-ACP verfolgen unterschiedliche Ziele. Entscheidend ist, ob Sie vor allem Scrum-Wissen nachweisen, eine bestimmte Rolle übernehmen, Ihre praktische Handlungskompetenz vertiefen oder ein breiteres agiles beziehungsweise projektorientiertes Profil entwickeln möchten.

Dieser Leitfaden ordnet die wichtigsten Möglichkeiten ein und unterstützt Sie dabei, eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Die wichtigsten Scrum-Zertifizierungen im Überblick

Zu den im beruflichen Umfeld besonders relevanten Zertifizierungen und Kompetenznachweisen zählen:

  • PSM I – Professional Scrum Master I von Scrum.org
  • PSPO I – Professional Scrum Product Owner I von Scrum.org
  • PSM I und PSPO I in Kombination für ein ganzheitlicheres Rollenverständnis
  • Personenzertifizierungen mit Scrum- und Agile-Schwerpunkt, beispielsweise über TÜV AUSTRIA nach ISO 17024
  • PMI-ACP – Agile Certified Practitioner des Project Management Institute
  • Weitere agile oder hybride Zertifizierungen von Fachverbänden und Zertifizierungsorganisationen

Wichtig ist nicht nur das Logo auf dem Zertifikat. Aussagekräftiger ist, welche Kenntnisse geprüft werden, wie der Kompetenznachweis zustande kommt und wie gut der Abschluss zu Ihrer Rolle, Erfahrung und Karriereplanung passt.

Schnellentscheidung: Welche Zertifizierung passt zu welchem Ziel?

Berufliches Ziel Passende Option Schwerpunkt
Scrum Master werden PSM I Scrum Framework, Teamwirksamkeit und Scrum-Master-Verantwortung
Product Owner werden PSPO I Produktwert, Product Backlog, Stakeholder und Priorisierung
Beide Scrum-Perspektiven verstehen PSM I + PSPO I Zusammenspiel von Team-, Prozess- und Produktverantwortung
Strukturierter Kompetenzaufbau mit formalem Nachweis Lehrgang mit TÜV-/ISO-17024-Option Ausbildung, Anwendung und unabhängige Personenzertifizierung
Agile-Coach-Kompetenz entwickeln Agile-Coach-Ausbildung Scrum, Coaching, Moderation, Kultur und Transformation
Breites internationales Agile-PM-Profil PMI-ACP Scrum, Kanban, Lean und weitere agile Ansätze

PSM I – Professional Scrum Master

Die Zertifizierung Professional Scrum Master I richtet sich an Personen, die das Scrum Framework, die Verantwortung des Scrum Masters und die Zusammenarbeit in Scrum Teams fundiert verstehen möchten.

PSM I ist besonders interessant für:

  • angehende oder bereits tätige Scrum Master,
  • Projektleiter:innen und Teamleiter:innen im agilen Umfeld,
  • Agile Coaches und Change-Verantwortliche,
  • Führungskräfte, die Scrum Teams sinnvoll unterstützen möchten,
  • Teammitglieder, die Scrum nicht nur anwenden, sondern wirklich verstehen wollen.

Die Prüfung wird online durchgeführt und kann grundsätzlich auch ohne verpflichtenden Vorbereitungskurs abgelegt werden. Sie prüft jedoch nicht nur einzelne Begriffe aus dem Scrum Guide. Gefragt ist ein belastbares Verständnis der Regeln, Verantwortlichkeiten, Ereignisse, Artefakte und zugrunde liegenden Prinzipien.

PSPO I – Professional Scrum Product Owner

Die Zertifizierung Professional Scrum Product Owner I konzentriert sich auf die Produktperspektive innerhalb von Scrum. Im Mittelpunkt stehen die Maximierung des Produktwerts, der Umgang mit dem Product Backlog, die Zusammenarbeit mit Stakeholdern und die Entwicklung eines gemeinsamen Produktverständnisses.

PSPO I passt insbesondere zu:

  • angehenden und aktiven Product Ownern,
  • Produktmanager:innen und Business-Verantwortlichen,
  • Personen mit Entscheidungs- und Priorisierungsverantwortung,
  • Gründer:innen und Verantwortlichen für digitale Produkte,
  • Scrum Mastern, die die Product-Owner-Perspektive besser verstehen möchten.

Auch PSPO I kann ohne Pflichtseminar absolviert werden. Die Prüfung verlangt jedoch ein klares Verständnis davon, wie Produktwert entsteht und welche Verantwortung der Product Owner innerhalb des Scrum Teams tatsächlich trägt.

PSM oder PSPO – worin liegt der wesentliche Unterschied?

Der Unterschied ergibt sich vor allem aus der angestrebten Verantwortung:

  • PSM I: Fokus auf Scrum, Teamwirksamkeit, Selbstmanagement, Hindernisse und die Scrum-Master-Verantwortung.
  • PSPO I: Fokus auf Produktwert, Produktziel, Product Backlog, Stakeholder und die Product-Owner-Verantwortung.

Vereinfacht gesagt unterstützt der Scrum Master das Scrum Team dabei, Scrum wirksam zu nutzen. Der Product Owner verantwortet die Maximierung des Produktwerts. Beide Perspektiven sind eng miteinander verbunden, aber nicht austauschbar.

Muss ich mich zwischen PSM I und PSPO I entscheiden?

Nein. Beide Zertifizierungen ergänzen sich sehr gut. Wer ausschließlich eine bestimmte Rolle anstrebt, kann zunächst die dazu passende Zertifizierung wählen. Wer Scrum ganzheitlich verstehen oder in einer Schnittstellen-, Führungs- oder Beratungsfunktion arbeiten möchte, profitiert häufig von beiden Perspektiven.

Das gemeinsame Verständnis hilft dabei, typische Konflikte zwischen Team, Produktverantwortung und Stakeholdern besser einzuordnen. Besonders wertvoll ist die Kombination daher für Projektleiter:innen, Führungskräfte, Agile Coaches, Berater:innen und Personen, die Scrum in Organisationen einführen oder weiterentwickeln.

Orientierung aus der Praxis:
Möchten Sie primär Teams begleiten und Scrum wirksam etablieren, spricht vieles für PSM I. Übernehmen Sie Produkt-, Business- oder Priorisierungsverantwortung, passt PSPO I meist besser. Benötigen Sie beide Sichtweisen, ist eine kombinierte Vorbereitung häufig die nachhaltigere Entscheidung.

Scrum.org-Prüfung oder Lehrgang – was ist der Unterschied?

Eine Scrum.org-Zertifizierung und ein vorbereitender Lehrgang sind nicht dasselbe. PSM I und PSPO I werden durch das Bestehen der jeweiligen Online-Prüfung erworben. Ein Pflichtseminar ist dafür nicht vorgeschrieben.

Ein strukturierter Lehrgang kann dennoch sinnvoll sein, wenn Sie nicht nur die Prüfung bestehen, sondern Scrum sicher einordnen und in realen Situationen anwenden möchten. Gute Prüfungsvorbereitung verbindet daher den Scrum Guide mit Praxisbeispielen, Rollenklärung, Transferfragen und gezielten Übungsaufgaben.

Für Personen mit ausreichend Scrum-Erfahrung kann Selbststudium genügen. Einsteiger:innen oder Teilnehmende, die beide Rollenperspektiven aufbauen möchten, profitieren meist stärker von einer begleiteten Vorbereitung.

TÜV- und ISO-17024-Personenzertifizierung – worin liegt der Unterschied?

Eine Personenzertifizierung nach ISO 17024 verfolgt einen anderen Ansatz als eine einzelne Scrum.org-Prüfung. Dabei wird die Kompetenz einer Person nach den Vorgaben eines definierten Zertifizierungsprogramms durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle beurteilt.

Entsprechende Lehrgänge sind häufig breiter angelegt. Sie können neben Scrum beispielsweise agile Prinzipien, Product Ownership, Führung, Moderation, Zusammenarbeit und Transfer in die Organisation behandeln.

Eine solche Variante kann besonders sinnvoll sein, wenn Sie:

  • einen strukturierten und umfassenderen Kompetenzaufbau suchen,
  • Scrum Master und Product Owner gemeinsam betrachten möchten,
  • Wert auf einen unabhängigen formalen Kompetenznachweis legen,
  • Scrum nicht nur für eine Prüfung, sondern für die berufliche Praxis erlernen möchten,
  • den Abschluss gegenüber Arbeitgebern oder Auftraggebern nachvollziehbar darstellen wollen.

Wichtig ist die genaue Unterscheidung: Nicht jeder Lehrgang, der mit einem bekannten Prüf- oder Zertifizierungsnamen wirbt, führt automatisch zu einer Personenzertifizierung nach ISO 17024. Entscheidend sind das konkrete Zertifizierungsprogramm, die Prüfung und die tatsächlich ausstellende Zertifizierungsstelle.

PMI-ACP – für ein breiteres agiles Projektmanagement-Profil

Die Zertifizierung PMI Agile Certified Practitioner – PMI-ACP richtet sich nicht ausschließlich auf Scrum. Sie umfasst ein breiteres agiles Methodenspektrum und betrachtet unter anderem Mindset, Führung, Produktentwicklung und Delivery.

PMI-ACP eignet sich besonders für erfahrenere Projektmanager:innen und Fachkräfte, die in internationalen oder methodisch vielfältigen Projektumfeldern arbeiten. Sie kann auch interessant sein, wenn bereits ein starker Bezug zum Project Management Institute oder zu anderen PMI-Zertifizierungen besteht.

Wer hingegen gezielt als Scrum Master oder Product Owner arbeiten möchte, findet mit PSM I beziehungsweise PSPO I meist den direkteren Einstieg.

Vergleich: PSM I, PSPO I, TÜV/ISO 17024 und PMI-ACP

Zertifizierung Hauptfokus Typische Zielgruppe Prüfungs-/Ausbildungsmodell Gültigkeit
PSM I Scrum Framework und Scrum-Master-Verantwortung Scrum Master, Teams, Projekt- und Führungskräfte Online-Prüfung, kein Pflichtseminar Unbegrenzt
PSPO I Produktwert und Product-Owner-Verantwortung Product Owner, Produktmanagement, Business Online-Prüfung, kein Pflichtseminar Unbegrenzt
TÜV / ISO 17024 Breiter Kompetenzaufbau und formaler Personennachweis Fach- und Führungskräfte mit Praxis- und Abschlussorientierung Lehrgang und Prüfung nach Zertifizierungsprogramm Abhängig vom Zertifizierungsprogramm
PMI-ACP Breites Agiles Projektmanagement Erfahrene Projektmanager:innen und internationale PM-Profile Zulassungsvoraussetzungen und umfangreiche Prüfung Rezertifizierungszyklus

Brauche ich überhaupt eine Scrum-Zertifizierung?

Nein. Scrum darf auch ohne Zertifizierung angewendet werden, und ein Zertifikat ersetzt keine praktische Erfahrung. Eine Zertifizierung kann jedoch dabei helfen, ein gemeinsames Begriffs- und Rollenverständnis aufzubauen, vorhandenes Wissen strukturiert zu überprüfen und Kompetenzen gegenüber Arbeitgebern oder Auftraggebern sichtbar zu machen.

Besonders hilfreich kann ein Zertifikat sein:

  • beim Einstieg in eine Scrum-Master- oder Product-Owner-Rolle,
  • bei einem beruflichen Wechsel in ein agiles Umfeld,
  • zur Vorbereitung auf Bewerbungen und interne Rollenwechsel,
  • zur Vereinheitlichung des Scrum-Verständnisses in Teams,
  • als Bestandteil einer umfassenderen agilen Kompetenzentwicklung.

Entscheidend bleibt die Fähigkeit, Scrum situationsgerecht anzuwenden. Ein Zertifikat ist daher am wertvollsten, wenn es mit Reflexion, Praxisbezug und Transfer verbunden wird.

Welche Scrum-Zertifizierung ist für Einsteiger sinnvoll?

Für Einsteiger:innen ist nicht die vermeintlich bekannteste Zertifizierung entscheidend, sondern die angestrebte Rolle:

  • Scrum Master: PSM I bietet einen klaren Einstieg in Scrum und die Scrum-Master-Verantwortung.
  • Product Owner: PSPO I passt zu Personen mit Produkt-, Business- oder Priorisierungsverantwortung.
  • Ganzheitliches Scrum-Verständnis: Eine kombinierte PSM-I- und PSPO-I-Vorbereitung verbindet beide Rollenperspektiven.
  • Strukturierte Ausbildung mit formalem Kompetenznachweis: Ein Lehrgang mit ISO-17024-Zertifizierungsoption kann sinnvoll sein.
  • Breites internationales Agile-PM-Profil: PMI-ACP richtet sich eher an Personen mit entsprechender Erfahrung und einem breiteren Projektmanagementfokus.

Kosten einer Scrum-Zertifizierung

Die Kosten hängen stark davon ab, ob Sie ausschließlich eine Online-Prüfung ablegen oder einen begleiteten Lehrgang mit Prüfungsvorbereitung und weiterführendem Abschluss absolvieren.

  • PSM I und PSPO I: Für jeden Prüfungsversuch fällt eine Gebühr an, die direkt vom Zertifizierungsanbieter festgelegt wird.
  • Vorbereitungskurse: Die Kosten unterscheiden sich je nach Dauer, Betreuung, Gruppengröße und enthaltenen Leistungen.
  • TÜV-/ISO-17024-Lehrgänge: Hier können Lehrgangskosten und eine zusätzliche Zertifizierungs- beziehungsweise Prüfungsgebühr anfallen.
  • PMI-ACP: Neben der Prüfung können Kosten für Vorbereitung, Mitgliedschaft und spätere Rezertifizierung entstehen.

Vergleichen Sie deshalb nicht nur den Preis. Berücksichtigen Sie auch Lernumfang, Praxisbezug, Betreuung, Prüfungsmodell, Abschlussart und die Frage, ob die gewählte Weiterbildung zu Ihrem tatsächlichen beruflichen Ziel passt.

Unsicher, welcher Abschluss zu Ihrem beruflichen Ziel passt?

Teilnahmebestätigung, Diplom, Prüfungszertifikat oder Personenzertifizierung? Diese zentrale Entscheidungshilfe erklärt die Unterschiede und zeigt, welches Abschluss- und Zertifizierungsmodell je nach Ziel sinnvoll sein kann.


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Muss ich die Zertifizierung später erneuern?

Das hängt vom jeweiligen Anbieter und Zertifizierungsmodell ab:

  • PSM I und PSPO I: Die Scrum.org-Zertifikate sind zeitlich unbegrenzt gültig und erfordern keine regelmäßige Verlängerung.
  • PMI-ACP: Die Zertifizierung wird in einem dreijährigen Zyklus durch den Nachweis fortlaufender Weiterbildung aufrechterhalten.
  • TÜV-/ISO-17024-Personenzertifizierung: Gültigkeit und mögliche Rezertifizierung richten sich nach dem konkreten Zertifizierungsprogramm.

Die unbegrenzte Gültigkeit von PSM I und PSPO I ist für viele Teilnehmende ein Vorteil. Unabhängig davon bleibt es fachlich sinnvoll, das eigene Scrum-Wissen laufend zu aktualisieren und durch praktische Erfahrung zu vertiefen.

Aufwand und Schwierigkeit – was ist zu erwarten?

Der Vorbereitungsaufwand hängt von Ihrem Vorwissen, Ihrer Praxiserfahrung und dem gewählten Abschluss ab:

  • PSM I und PSPO I: Je nach Vorwissen mehrere Tage bis einige Wochen strukturierte Vorbereitung mit Scrum Guide, Anwendungsfällen und Übungsfragen.
  • Kombinierte Vorbereitung: Höherer Lernumfang, dafür ein umfassenderes Verständnis beider Verantwortungsbereiche.
  • TÜV-/ISO-17024-Lehrgang: Mehrtägige Ausbildung, Transfer in die Praxis und gesonderte Vorbereitung auf den jeweiligen Kompetenznachweis.
  • PMI-ACP: Breiterer Lernstoff und in der Regel deutlich umfangreichere Vorbereitung.

PSM I und PSPO I gelten als anspruchsvoll, weil in kurzer Zeit zahlreiche Fragen beantwortet werden müssen und viele Aufgaben ein genaues Verständnis von Scrum voraussetzen. Reines Auswendiglernen reicht daher meist nicht aus.

Welche Zertifizierung ist im DACH-Raum besonders sinnvoll?

Auch im DACH-Raum hängt die passende Wahl stärker von Rolle und Einsatzgebiet als von einem einzelnen Markennamen ab. International orientierte Unternehmen kennen häufig PSM I und PSPO I. In stärker formalisierten Weiterbildungs- und Personalentwicklungskontexten kann zusätzlich eine unabhängige Personenzertifizierung relevant sein.

Für Unternehmen ist zudem entscheidend, ob nur einzelne Mitarbeitende eine Prüfung absolvieren oder ob ein gemeinsames Verständnis von Rollen, Zusammenarbeit und praktischer Anwendung aufgebaut werden soll. In diesem Fall kann eine begleitete Schulung oder eine unternehmensspezifische Qualifizierung den größeren Nutzen schaffen.

Fazit: Nicht das bekannteste Zertifikat, sondern das passende Ziel entscheidet

PSM I ist eine naheliegende Wahl für die Scrum-Master-Perspektive, PSPO I für Produktverantwortung und Wertorientierung. Wer beide Verantwortungsbereiche verstehen möchte, profitiert von einer kombinierten Vorbereitung. Eine TÜV-/ISO-17024-Option kann sinnvoll sein, wenn ein breiterer Kompetenzaufbau und ein unabhängiger formaler Personennachweis gewünscht werden. PMI-ACP richtet sich stärker an erfahrene Fachkräfte mit einem umfassenderen agilen Projektmanagementprofil.

Unabhängig vom gewählten Zertifikat gilt: Der nachhaltige Wert entsteht nicht allein durch das Bestehen einer Prüfung, sondern durch die Fähigkeit, Scrum und agile Prinzipien im beruflichen Alltag wirksam anzuwenden.

Passende nächste Schritte bei X SIEBEN

Je nachdem, ob Sie sich gezielt auf PSM I und PSPO I vorbereiten, einen umfassenderen Kompetenznachweis erwerben oder Ihre Entwicklung in Richtung Agile Coach fortsetzen möchten, stehen unterschiedliche Wege zur Verfügung:

Noch unsicher, welcher Weg für Sie sinnvoll ist?

Wir unterstützen Sie gerne dabei, Zertifizierung, Lehrgang und Abschluss passend zu Ihrer Rolle, Ihren Vorkenntnissen und Ihrem beruflichen Ziel einzuordnen.


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Häufige Fragen zu Scrum-Zertifizierungen

Welche Scrum-Zertifizierungen gibt es?

Zu den bekannten Zertifizierungen zählen PSM I für die Scrum-Master-Perspektive und PSPO I für die Product-Owner-Perspektive. Daneben gibt es breiter angelegte Lehrgänge mit TÜV- beziehungsweise ISO-17024-Zertifizierungsoption sowie PMI-ACP für ein umfassenderes agiles Projektmanagementprofil.

Was ist der Unterschied zwischen PSM I und PSPO I?

PSM I konzentriert sich auf Scrum, Teamwirksamkeit und die Verantwortung des Scrum Masters. PSPO I fokussiert auf Produktwert, Product Backlog, Stakeholder und die Verantwortung des Product Owners. Die Zertifizierungen bilden daher zwei unterschiedliche, aber eng miteinander verbundene Perspektiven ab.

Welche Scrum-Zertifizierung ist für Einsteiger sinnvoll?

Für angehende Scrum Master ist PSM I meist der passende Einstieg. Für Personen mit Produkt-, Business- oder Priorisierungsverantwortung eignet sich PSPO I. Wer beide Rollen verstehen möchte, profitiert von einer kombinierten Vorbereitung auf PSM I und PSPO I.

Wie schwer sind die Prüfungen PSM I und PSPO I?

Beide Prüfungen gelten als anspruchsvoll. Sie verlangen ein genaues Verständnis des Scrum Frameworks und müssen unter Zeitdruck absolviert werden. Mit strukturierter Vorbereitung, sicherem Scrum-Guide-Verständnis und ausreichend Übung sind sie jedoch gut bewältigbar.

Muss ich für PSM I oder PSPO I einen Kurs besuchen?

Nein. Scrum.org schreibt keinen verpflichtenden Kurs vor. Die Prüfungen können grundsätzlich im Selbststudium vorbereitet und direkt abgelegt werden. Ein begleiteter Lehrgang ist besonders dann sinnvoll, wenn neben der Prüfungssicherheit auch Rollenverständnis, Praxisbezug und Transfer aufgebaut werden sollen.

Muss ich PSM I oder PSPO I später erneuern?

Nein. Die Zertifikate PSM I und PSPO I von Scrum.org sind zeitlich unbegrenzt gültig. Eine regelmäßige Verlängerung oder jährliche Zertifizierungsgebühr ist nicht erforderlich.

Was ist der Unterschied zwischen einem Scrum.org-Zertifikat und einer ISO-17024-Personenzertifizierung?

Ein Scrum.org-Zertifikat wird durch das Bestehen einer standardisierten Online-Prüfung erworben. Eine Personenzertifizierung nach ISO 17024 folgt dem jeweiligen Zertifizierungsprogramm einer unabhängigen Zertifizierungsstelle und ist häufig mit einem umfassenderen Lehrgang und einer gesonderten Kompetenzprüfung verbunden.

Lohnt sich eine kombinierte Vorbereitung auf PSM I und PSPO I?

Ja, besonders für Fach- und Führungskräfte, Projektleiter:innen, Berater:innen und Agile Coaches. Die Kombination vermittelt sowohl die Team- und Prozessperspektive des Scrum Masters als auch die Produkt- und Wertperspektive des Product Owners und schafft damit ein ganzheitlicheres Scrum-Verständnis.